Frau K. , 54

„Als ich nach Berlin kam, lebte ich die ersten Jahre auf der Straße…

Ich wusste, wo ich unterkommen und mir etwas zu essen organisieren konnte. Eine Postadresse hatte ich zwar bei einem Freund, aber die Schreiben von den Ämtern interessierten mich nicht wirklich. Solange ich irgendwie Geld hatte, war alles okay. Irgendwann ging es dann nicht mehr. Ich hatte einfach keine Kraft, verstand nicht, was die anderen von mir wollten. Mit Alkohol konnte ich diese negativen Gefühle eine Weile betäuben, aber dann klappte auch das nicht mehr. Es wurde immer schlimmer, ich hatte schon viel Lebensfreude verloren und keine Perspektive mehr gesehen. Irgendwann lernte ich eine Frau kennen, die in einer ähnlichen Situation war. Sie sagte, sie wisse, wo man Hilfe bekommen könne und nahm mich mit zu My Way Soziale Dienste.

Bei My Way wurde dann nach einem ausführlichen Gespräch miteinander besprochen, welche Möglichkeiten bestehen mir zu helfen. Ich wurde dann zunächst im Rahmen der Wohnungslosenhilfe betreut. Nachdem ich mit Hilfe von My Way eine eigene Wohnung gefunden hatte, haben wir gemeinsam aber die Überleitung in das therapeutisch begleitete Wohnen in die Wege geleitet, da deutlich wurde, dass ich aufgrund verschiedener psychischer Probleme noch weiter Unterstützung benötige. Ich werde hier nun in meiner eigenen Wohnung betreut und die Mitarbeiter*innen von My Way helfen mit bei den Anforderungen des Alltags. Ich fühle mich gut betreut und mein Leben hat wieder einen Sinn. Ich habe noch viel vor mir, aber ich weiß: Mit der richtigen Unterstützung kann ich meine Ziele erreichen und perspektivisch ein selbstständiges Leben führen.“

(Disclaimer: Aus Gründen des Datenschutzes haben wir den Namen und andere Identifizierungsmöglichkeiten abgeändert. Bei dem Beitragsbild handelt es sich lediglich um ein Symbolbild.)